Dr. med. Benn Schroers  -  Bergisch-Gladbacher Straße 408  -  51067 Köln-Holweide  -  Tel. 0221 / 29 777 30

Facharzt für ORTHOPÄDIE - Chirotherapie - Akupunktur - Magnetfeldtherapie

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am 12.03.2013

»  Leistungen:    Arthrosebehandlung mit Hyaluronsäure

 

                                                                                                                      pdf-Datei Pdf (112 KB) Patienteninformation

 

Intraartikuläre Injektionsbehandlung mit Hyaluronsäure

bei Arthrose und Verschleißerscheinungen in den Gelenken

 

 

Liebe Patientin, Lieber Patient,

 

in der orthopädischen Praxis gehören degenerative Gelenkerkrankungen (Arthrosen) zu den am häufigsten behandelten Erkrankungen.

 

Krankheitsursache

Die Arthrose resultiert aus einem Missverhältnis zwischen Belastbarkeit und Belastung in einem Gelenk. Der überbeanspruchte Gelenkknorpel und der erhöhte Knorpelabrieb stehen dabei im Mittelpunkt des Krankheitsablaufes. Der normale Alterungsprozess (primäre Arthrose) sowie Über- und Fehlbelastung durch anatomische Fehlstellung, Sport oder Beruf (Sekundärarthrose) müssen als Ursachen angesehen werden. Im Vordergrund stehen hierbei die statisch beanspruchten großen Gelenke, wie Knie- und Hüftgelenk, wobei die häufigste arthrotische Erkrankung die Gonarthrose (Arthrose des Kniegelenkes) darstellt.

Typische Symptome sind Bewegungs- und Anlaufschmerzen sowie morgendliche Gelenkbeschwerden, Schmerzverstärkung beim Treppengehen sowie zeitweise auftretende Schwellungen und Ergussbildungen.

 

Hyaluronsäure

Die Knorpelveränderungen bei der Arthrose haben verschiedene Ursachen. Der erkrankte Knorpel kann die defekte hyaluronsäurereiche Schutzschicht der Knorpeloberfläche nicht regenerieren, die Folge ist eine Verminderung der Gleiteigenschaften sowie Rissbildungen im Gelenkknorpel, welche letztendlich zu einem erhöhten Gewebeabrieb mit nachfolgender Entzündung führen. Der Hyaluronsäure kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Bei der Arthroseentstehung zeigt sich eine erniedrigte Viskosität der Synovialflüssigkeit mit einer Verminderung der Hyaluronsäureanteile. Dies führt wiederum zu einem weitern Fortschreiten der Knorpelschädigung.

 Das therapeutische Konzept besteht also darin, die Hyaluronsäure im Gelenk zu ersetzen und die Oberflächenschicht des Knorpelgewebes, die einen hohen Anteil an Hyaluronsäure beinhaltet, erneut aufzubauen. Diese Knorpeloberflächenschicht des arthrotischen Gelenkes ist einem ständigen Verschleiß ausgesetzt und sollte daher regelmäßig erneuert werden. Es liegen zahlreiche Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Hyaluronsäure in der intraartikulären Behandlung von Arthrosen vor. Neuere Studien belegen eindeutig eine rasch einsetzende und die Behandlungsphase überdauernde günstige Wirkung von Hyaluronsäure auf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die berichteten unerwünschten Wirkungen sind hauptsächlich lokaler Art und bilden sich in aller Regel spontan zurück. Die Verträglichkeit wird ausnahmslos als sehr gut bezeichnet und 70-80% der Patienten sprechen auf die Hyaluronsäurebehandlung an. Im Vergleich zu lokalen Cortison-Injektionen scheint die Hyaluronsäurewirkung eine deutlich längere Wirkung zu haben.

 

Indikationen zur Behandlung mit Hyaluronsäure

Primäre oder sekundäre degenerative Gelenkerkrankungen der großen Gelenke, hauptsächlich Knie- und Hüftgelenke.

 

Kontraindikationen

Für intraartikuläre Injektionen stellen Infektionen, Hautschäden und Hauterkrankungen in der Umgebung der Injektionsstelle eine Kontraindikation dar. Ebenso ist eine Markumardauertherapie oder eine Therapie mit Xarelto eine klare Kontraindikation.

 

Behandlungszeitraum

Hyaluronsäure sollte insgesamt 5mal in wöchentlichen Abständen in das erkrankte Gelenk injiziert werden. Es gibt neuere Präparate, die nur 3mal in wöchentlichen Abständen injiziert werden. Es können in einigen Fällen auch gleichzeitig zwei Gelenke behandelt werden. Der Effekt der Behandlung scheint je nach Schweregrad der Gelenkerkrankung mehr als 6 Monate anzuhalten. Wiederholte Behandlungszyklen sind bei Bedarf möglich. Sollte eine intraartikuläre Ergussbildung vorliegen, wird zunächst die intraartikuläre Verabreichung von Cortison-Präparaten empfohlen und im Anschluss daran eine Behandlung mit Hyaluronsäure-Präparaten.

 

Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Hyaluronsäure-Präparaten können im behandelten Gelenk lokale Begleiterscheinungen wie Schmerzen, Hitzegefühl, Rötungen und Schwellungen auftreten. Das Auflegen eines Eisbeutels auf das behandelte Gelenk für 5-10 Minuten reduziert das Auftreten solcher Begleiterscheinungen.

 

Kosten

Die intraartikuläre Behandlung mit Hyaluronsäure-Präparaten ist eine, über das Notwendige hinausgehende Behandlungsmaßnahme der Arthrosebehandlung. 

Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Die Privatkassen und die Beihilfe erstatten die Behandlung, die nach der aktuellen GOÄ abgerechnet wird, in den meisten Fällen.

 

Haben Sie Fragen, wir beraten Sie gerne.

Ihr Praxisteam

Dr. med. Benn Schroers

Bergisch Gladbacher Str. 408

51067 Köln

 

 

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